Inhalte erstellen

La Liberté guidant le peuple

Hier erfährst Du, wie Du die Inhalte deiner WebSite leicht auffindbar machst, indem Du diese möglichst logisch strukturierst und wie Du die Besucher dazu bringst, die Texte auf Deiner WebSite auch wirklich zu lesen. Ein paar einfache Regeln zur Textgestaltung können dazu beitragen die Bereitschaft zum lesen um bis zu 50% zusteigern.

Beiträge und Seiten

Zunächst möchte ich hier den Unterschied zwischen Beiträgen (auch Artikel oder Posts genannt) und Seiten (Pages) in WordPress kurz erklären.

Beiträge

Beiträge sind die Einträge, die in umgekehrter chronologischer Reihenfolge auf der Startseite erscheinen. Beiträge können in Kategorien zugeordnet werden und sie erscheinen ebenso im RSS-Feed. Unter Design > Piratenkleider Optionen > Startseite kannst du einstellen, wie viele Beiträge auf der Startseite angezeigt werden.

Es besteht auch die Möglichkeit Beiträge festzupinnen (Sticky). Sie erscheinen dann generell ganz oben vor den anderen Beiträgen.

Normalerweise sollten aktuelle Meldungen als Beitrag gepostet und entsprechend kategorisiert werden.

Seiten

Seiten sind statisch und werden nicht nach Datum aufgeführt. Seiten verwenden keine Tags oder Kategorien. Eine „Über uns“- oder „Impressum“-Seite ist das klassische Beispiel. Das Piratenkleider Theme zeigt Seiten in den entsprechenden Menüs und in der Sidebar an.

Hier gehören also alle statischen Informationen über Dich, deine Crew, KV, LV, kommunale Informationen, Impressum, Datenschutzerklärung, (was auch immer), hinein.

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Inhalte erstellen

Informationen sammeln

Sammle zunächst alle Informationen die Du veröffentlichen möchtest. Schreibe sie am besten in Stichpunkten auf kleine Karteikärtchen (je Karte ein Stichpunkt). Schreibe hierbei auch die Punkte auf, zu denen noch Informationen fehlen. Achte aber darauf nicht zu viele Themen zusammen zu tragen. Das führt oft dazu, deutlich mehr Ideen zu entwickeln als du innerhalb deiner Piratenseite überhaupt verwenden kannst. Vermeiden kannst Du so etwas, indem du Dir ein klares Ziel setzt, so wie es auf der Seite „Planung und Konzeption“ (Ziel formulieren) bereits beschrieben ist.

Navigationsstruktur für Seiten festlegen

Nimm die beschrifteten Karteikarten zur Hand, verschaffe Dir zunächst einen Überblick und sortiere sie in verschiedene Themenbereiche ein. Bei dieser „Grobzuordnung“ solltest Du immer die Bedürfnisse Deiner Zielgruppe im Auge haben. Wenn Du es in einer Gruppe machst, werden womöglich endlose Diskussionen aufkommen, die jedoch meist fruchtlos enden. Solche Einordnungen sind meist subjektiv und es könnte von Vorteil sein, hier jemanden von der eigentlichen Zielgruppe dabei zu haben. Du musst also dafür sorgen, dass sich möglichst alle Besucher auf der WebSite zurechtfinden.

Anschließend geht es an die „Feingliederung„. Die Inhalte der einzelnen Themenbereiche müssen hierbei in eine leicht durchschaubare Reihenfolge gebracht werden. Auch hier möchte ich vor endlosen Diskussionen innerhalb einer Gruppe warnen. Denk daran, dass diese Sortierung nur ein erstes Konzept ist und nicht in Stein gemeißelt wird. Später, wenn die WebSite steht und erste Erfahrungen gesammelt sind, kann man das problemlos in WordPress wieder ändern.

Mögliche Sortiermöglichkeiten sind:

  • Alphabetisch
  • Alltäglich / Intuitiv
  • Örtlich
  • Zielgruppenspezifisch

Durch diese Vorgehensweise ergibt sich automatisch eine Seitenstruktur, die man in einem Baumdiagramm (Sitemap) festhalten kann.

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Bilder auswählen und aufbereiten

„Ein bild sagt mehr als 1000 Worte!“ … ja, aber nur dann, wenn auch das richtige Bild an an der richtigen Stelle eingesetzt wird.

Mit Bildern kann man z.b. Beiträge optisch auflockern (z.B. von Versammlungen) oder Sachverhalte besser verdeutlichen (z.B. um eine örtliche Zuordnung zu erleichtern). Achte aber  darauf, dass nicht zu viele Bilder den Fließtext unterbrechen und ihn damit schwerer lesbar machen.

Oft sieht man auch Bilder, die eigentlich keine sein müssten, weil sie z.B. vorwiegend Text oder eine Tabelle beinhalten.  Bilder werden von Suchmaschinen (fast) nicht inhaltlich indiziert. Die Inhalte auf solchen Bildern gehen für die Auffindbarkeit deiner Seite also verloren. Verwende wo immer möglich richtige Texte oder Tabellen. Die Verwendung von Tabellen kann in WordPress zwar recht kompliziert sein, hier helfen jedoch entsprechende Plugins weiter.

Die richtige Bildgröße

Auf vielen Seiten sieht man Bilder, die eigentlich viel zu groß sind. Oft werden diese direkt von der Kamera in den PC und anschließend ins Internet geladen. Ein guter Rat … tu das bitte nicht!

Die Bilder sind meist sehr groß, haben einen Umfang von mehreren Megabyte und somit auch entsprechend lange Ladezeiten beim abfrufen. Du verschwendest damit wertvollen Speicherplatz auf dem WebServer und verärgerst Besucher, die nicht gerade über die schnellsten Internetverbindungen verfügen.

WordPress legt zwar für jedes Bild zwei verkleinerte Versionen an, jedoch bleibt das Originalbild ebenfalls Vorhanden. Selbst wenn Du eine der verkleinerten Versionen in eine Seite einbaust, wird beim anklicken diese immens große Originalbild nachgeladen.

Ich empfehle Bilder von einer Kamera, vor dem hochladen auf eine Webseite, immer zu verkleinern. Als angemessenen Wert erachte ich eine Breite von max. 800 Pixel als ausreichend. Wenn Du über keine geeignete Software verfügst, kann Picasa von Google hierbei sehr hilfreich sein. Zudem lassen sich damit auch noch einige Korrekturen am Bild vornehmen.

ALT-Texte verwenden

Gib jedem Bild einen beschreibenden ALT-Text (Alternativer Tet). Dieser Text wird angezeigt, wenn der Browser keine Bilder anzeigen kann. Sehbehinderte lesen die Seite z.B. mit einem Screenreader oder einer Braillezeile. Auch Suchmaschinen sind für diese Informationen sehr dankbar.

Texte produzieren

Schreiben könen wir alle. Aber Texte für den Bildschirm zu erstellen ist etwas anderes, als für Bücher oder Broschüren. Sie müssen kürzer und deutlicher strukturiert sein. Sie sollten auch für sich alleine stehen können, sodass man sie auch dann versteht, wenn man die anderen Seiten des Angebotes nicht der Reihenfolge nach durchgegangen ist. Letztendlich weißt Du nie, wie der Besucher dort hin gelangt ist – z.B durch eine Suchmaschine.

Es gibt einschlägige Studien (z.B. von Jokob Nielsen) die besagen, dass ein Text der gegliedert, gekürzt und redigert wurde, deutlich mehr zum lesen animiert als in der Rohfassung.

Wie fange ich an?

Nichts ist schlimmer, als mit einer Schreibblockade vor einer leeren Seite zu sitzen. In solchen Situationen empfiehlt es sich, zunächst die folgenden  7W’s in Stichpunkten zu beantworten:

  • Wer?
  • Was?
  • Wo?
  • Wann?
  • Wie?
  • Warum?
  • Woher?

Anschließend bringst Du die Stichwörter in eine logische Reihenfolge, in der Du sie als Leser im Text erwarten würdest und formuliertst das Ganze aus. Versuche hier möglichst „lebendig“ zu schreiben. Also so, wie Du die Sachlage deinem gegenüber auch mündlich erklären würdest. Versuche dabei den Leser, wo immer es möglich ist, direkt anzusprechen.

Schreibstil & Wortwahl

Versuche möglichst im Stil der jeweiligen Zielgruppe zu schreiben. Für Texte die z.B. junge Leute ansprechen sollen, empfiehlt sich eine etwas andere Wortwahl als jene, die eher für höhere Altersgruppen gedacht sind.  Versuche dabei den innerparteilichen Jargon und auch Abkürzungen zu vermeiden. Außenstehende wissen damit oft nichts anzufangen.

Bilde möglichst kurze Sätze. Am Bildschirm zu lesen ist deutlich anstrengender als auf Papier. Gehe also möglichst sparsam mit Kommata um, vermeide es aber, ständig einen Hauptsatz an den Anderen zu reihen. Eine gute Mischung bringt Abwechslung in den Satzbau.

Gliederm, Kürzen, Redigieren

Wie bereits erwähnt, sollten Texte für den Bildschirm deutlich mehr gegliedert sein als Texte, die auf Papier erscheinen. Achte beim gliedern darauf, keine „Überschrift 1“ (<h1> Überschrift) zu verwenden. Diese ist dem Seitentitel vorbehalten. Die erste Überschrift in deinem Text sollte somit eine „Überschrift 2“ sein.

Wenn Du nicht bereits vor der Texterstellung eine entsprechende Gliederung gemacht hast, schreibe Deinen Text zunächst in der Rohfassung. Anschließend gliederst Du ihn durch Zwischenüberschriften und aufteilen in mehrere Absätze.

Zum kürzen prüfst Du den Text inhaltlich auf Wiederholungen und unwichtige Nebensätze. Streiche diese ersatzlos raus.

In der redaktionellen Endbearbeitung prüfst Du den Text dahingehend, dass möglichst konkrete Formulierungen enthalten sind, kein Nominalstil, kurze Sätze und wenig Fachwörter verwendet wurden.